MusicMint AI Music Generator Logo
MusicMint

Aspekt Stille

deep rough warm calm only male a cappella vocals, [a calm atmosphere marked by deep melancholy], dark sad blues a cappella

Dorn·5:09

Lyrics

[Start]
Bevor der erste Ton beginnt,
ruht Zeit in mattem Blau,
ein Denken, das nach innen rinnt,
wird langsam weich und rau.



Strophe 1
Die Stille legt kein Urteil aus,
sie öffnet leise Weiten,
sie nimmt dem Lärm sein festes Haus
und lässt die Enge gleiten.



Strophe 2
Sie ist kein Mangel, kein Verzicht,
kein kaltes Nichts im Lauf,
sie führt, was drängt, ins Gleichgewicht
und hebt das Leise auf.



Refrain
Wo Worte sinken, wächst Verstehen,
nicht groß, nicht grell, nur weit,
was wir im Eilen übersehen,
gewinnt Bestand durch Zeit.



Strophe 3
In ihr verliert das Laute Schwere,
doch nichts an Wert und Kern,
Gewissheit löst sich aus der Lehre,
das Nahe bleibt nicht fern.



Strophe 4
Sie kennt die Kunst, nicht zu besitzen,
und hält doch alles wach,
sie lässt Gedanken leise blitzen
und macht das Denken sacht.



Refrain
So lernt der Geist, sich nicht zu beugen
vor jedem hellen Schein,
und in Pausen, die von nichts mehr zeugen,
kehrt Ordnung bei uns ein.



Strophe 5
Die Stille spricht in feinen Kreisen,
sie tritt nicht laut hervor,
sie lässt Gewohntes leis entgleisen
und öffnet ein verschlossnes Tor.



Strophe 6
Sie fragt nicht viel und treibt nicht weiter,
sie bleibt bei dem, was gilt,
sie macht die Prüfung nicht gleich heiter,
doch tiefer, ruhig, still.



Refrain
Wer lange lauscht, wird stiller innen,
und weniger zerstreut,
die Unrast lernt, sich zu entrinnen,
bis nichts mehr in ihr schreit.



Bridge
Zwischen zwei Tönen wird es heller,
als jeder Wille glaubt,
dort sinkt das Laute tiefer, schneller,
bis nichts mehr an uns raubt.



Strophe 7
Die Stille kennt das kaum Benannte,
was klein im Dasein glüht,
sie löst das laut Hervorgewandte,
bis Einzelnes erblüht.



Strophe 8
Sie gibt dem Leben keine Krone,
sie nimmt ihm nur den Zwang,
was nicht nach Beifall sucht, noch Throne,
erscheint in reinem Klang.



Refrain
So bleibt zuletzt ein klares Schweigen,
nicht leer, nicht fern, nicht mild,
in dem die Formen ruhig steigen,
bis Sprache sich verhüllt.



[Schluss]
Wenn jedes Fordern niederfällt,
verliert Gewinn Gewicht,
die Stille ordnet diese Welt
und sammelt, was zerbricht.

Like this song? Create something similar